Gitarrenzubehör für Einsteiger und Profis – Deine Checkliste zum Durchstarten

Du hast gerade deine erste Gitarre gekauft und möchtest jetzt voll durchstarten. Denn du willst Musik machen, Spaß haben und vielleicht eines Tages das Licht der großen Bühne erobern. Doch schnell fällt dir auf, dass es neben der richtigen Gitarre auch das passende Zubehör benötigt, um dein volles Potenzial auszuschöpfen. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du zum Thema Gitarrenzubehör wissen musst und erhältst eine Checkliste, welches Zubehör du unbedingt haben solltest.
Was du vorab für die Wahl des richtigen Gitarrenzubehörs wissen solltest
Die Wahl des richtigen Gitarrenzubehörs ist abhängig davon, ob du Konzert-, Western- oder E-Gitarre spielen willst. Jede dieser Gitarrentypen bringt seine eigenen Anforderungen mit sich und benötigt daher spezielles Zubehör. Überprüfe also vor dem Kauf noch einmal, ob das jeweilige Zubehör auch für deine Gitarre geeignet ist.
Die Gitarrenzubehör-Checkliste
Mit dieser Checkliste erhältst du eine Übersicht über das wichtigste Zubehör für deine Gitarre. Im weiteren Verlauf erklären wir dir die einzelnen Komponenten noch einmal im Detail:
- Stimmgerät
- Gitarrentasche
- Notenständer
- Metronom
- Plektrum
- Gitarrengurt
- Fußbank
- Verstärker für Gitarren
- Instrumentenkabel
- Saiten
1. Das Stimmgerät – der unverzichtbare Begleiter
Für einen natürlichen und schönen Klang sollte deine Gitarre daher regelmäßig, am besten vor jedem Einsatz, gestimmt werden. Aus diesem Grund ist ein Stimmgerät für alle Gitarrentypen eine wichtige und sogar notwendige Investition – es sei denn, du kannst deine Gitarre nach Gehör stimmen.
Anderenfalls empfehlen wir dir ein elektronisches Stimmgerät, auch Tuner genannt. Diese sind in verschiedenen Größen, Ausführungen und Preisklassen erhältlich. Praktisch zu bedienen und zudem handlich sind die sogenannten Clip-Tuner, welche man ganz einfach an der Kopfplatte der Gitarre befestigen kann. Standard Stimmgeräte sind etwas größer, haben aber auch eine übersichtlichere Anzeige und bieten darüber hinaus einen Klinkenanschluss für elektrisch verstärkte Gitarren. Zudem gibt es die sogenannten Bodenstimmgeräte oder auch Pedal-Tuner, die das Signal beim Stimmvorgang stummschalten.
Es ist ratsam, sich direkt einen Tuner zuzulegen, der sowohl eine einfache, nummerierte Anzeige für die Standardstimmung der sechs Saiten bietet, als auch über eine chromatische Tuner-Funktion verfügt, mit der alle Töne des Tonsystems erkannt und angezeigt werden. Die nummerierte Anzeige verschafft besonders Einsteigern, die sich mit den verschiedenen Tönen bislang noch nicht so gut auskennen, eine bessere Orientierung. Auch wenn du später eine alternative Stimmung ausprobieren möchtest oder deine Gitarre stark verstimmt ist, ist die chromatische Tuner-Funktion besonders nützlich. Tipp vom Profi: Bei vielen Geräten ist die Kalibrierung des Kammertons möglich – dieser sollte in der Regel auf 440 Hz eingestellt sein.
2. Eine passende Tasche für den Transport
Gitarrentaschen sorgen dafür, dass deine Gitarre auch während des Transports unversehrt bleibt und du sie ganz bequem überall mit hinnehmen kannst. Häufig sind Gitarrentaschen auch schon Bestandteil eines Einsteiger-Gitarrensets. Grundsätzlich ist beim Kauf einer Gitarrentasche (oder auch Gig-Bag genannt) darauf zu achten, dass sie eine gute Polsterung und einen angenehmen Tragekomfort für den Transport aufweist. Die Tasche sollte außerdem wasserabweisend sein und zusätzliche Staumöglichkeiten für weiteres Zubehör bieten. Solltest du dir zu Beginn direkt eine sehr teure Gitarre zulegen, ist ein Gitarrenkoffer aus Holz eine gute Alternative, da er einen höheren Schutz garantiert.
3. Der Notenständer
Das Notenlesen zählt eher zu den unbeliebten Übungen, wenn es darum geht, ein neues Instrument zu lernen. Jedoch ist korrektes Notenlesen einer der elementaren Bestandteile für das Lernen eines neuen Instrumentes. Ein Notenständer ist daher durchaus sinnvoll, denn er ermöglicht das Lesen von Noten in verschiedenen Höhen. Egal, ob du lieber in der Sitz- oder Stehposition spielst: Der Notenständer sorgt dafür, dass deine Songtexte oder Noten auf Augenhöhe positioniert und abgelesen werden können, wodurch der Lesevorgang extrem vereinfacht wird. Auch Notenständer gibt es in verschiedenen Ausführungen – eine mobile Version zum Mitnehmen stellt beispielsweise die Klappvariante dar.
4. Ein Metronom – die nützliche Hilfe für das richtige Timing
Freude am Spielen, Lust zum Lernen, Taktgefühl und das richtige Timing sind die elementaren Bestandteile beim Musikmachen. Mithilfe eines Metronoms lässt sich das ideale Timing und ein Gefühl für Takt von Beginn an erlernen. Ein elektrisches Metronom hat diverse Funktionen wie beispielsweise das einstellbare Tempo, die Taktartenwahl oder die Tonhöhenreferenz. Klassische Metronome sehen zwar schick aus, arbeiten aber häufig nicht so genau wie ihr elektrisches Pendant. Für die, die es ganz genau nehmen wollen, empfiehlt sich daher ein Metronom mit den typischen Zusatzfunktionen, wie der Wiedergabe von Notenwerten oder Taktarten. Einige Gitarren haben sogar ein bereits integriertes Metronom.
5. Plektren
Gerade für die Besitzer einer E-Gitarre oder Westerngitarre ist das Plektrum ein beliebtes Zubehör. Bei Konzertgitarren kommt es eher selten zum Einsatz, was an den verschiedenen Materialien der Saiten liegt. Da die Saiten von Western- oder E-Gitarren aus Stahl bestehen, können nach einer gewissen Spielzeit Schmerzen an den Fingern auftreten. Bei diesen Gitarrenarten, ist ein Plektrum daher unbedingt zu empfehlen.
Plektren gibt es in drei verschiedenen Härtegraden, wobei für E-Gitarren und Westerngitarren ein Plektrum in Medium- und Heavy-Stärke empfohlen wird. Aber auch für Konzertgitarren gibt es Plektren. Das sogenannte Thin-Plektrum eignet sich hier besonders gut für das Spielen auf den weicheren Nylonsaiten.
6. Stylisch & praktisch: Der Gitarrengurt
Gerade beim Gitarre spielen hat jeder Spieler seine eigene Position, in der er sich am wohlsten fühlt. Die einen üben lieber im Sitzen, die anderen lieber im Stehen. Doch spätestens, wenn du deine erste Band gründest und ihr gemeinsam auf der Bühne steht, ist ein Gitarrengurt ein unverzichtbares Gitarrenzubehör. Daher empfiehlt es sich, direkt zu Beginn einen Gitarrengurt zu kaufen, falls dieser beim Erwerb des Instrumentes noch nicht dabei war. So kannst du für dich auch noch während des Übens für dich austesten, wie du dein Instrument am liebsten spielst.
7. Spezielles Zubehör für die Konzertgitarre
Konzertgitarristen wird im Unterricht häufig die Verwendung einer Fußbank empfohlen, um die Spielposition zu optimieren. Nicht nur eine Empfehlung, sondern ein absolutes Must-have ist eine Fußbank für Gitarristen, die vor allem klassische Stücke, Flamenco oder ähnliches spielen möchten. Von Einsteiger bis Profi ist hier eine Fußbank ein wichtiger Support beim Gitarrespielen. Als weitere Möglichkeit haben sich auch Gitarrenstützen, die an der unteren Zarge befestigt werden, sowie das sogenannte Dynarette-Kissen bewährt. Beide Varianten fördern eine ergonomische Sitzhaltung und sind daher ebenfalls ein empfehlenswertes Gitarrenzubehör.
8. Der passende Übungsverstärker für deine E-Gitarre
Auf dem Musikmarkt gibt es inzwischen viele gute Lösungen zum Thema Übungs-Amps. Modeling-Amps sind eine besonders interessante Variante von Amps, denn sie simulieren den Klang verschiedener Verstärkermodelle und haben oftmals verschiedene typische Gitarreneffekte mit an Bord. Damit erhältst du als angehender E-Gitarrist einen vielseitigen Einblick über die klanglichen Möglichkeiten deines Instrumentes und das ganz ohne zusätzliches Equipment.
9. Ohne Gitarrenkabel kein Verstärker
Um den Verstärker mit deiner Gitarre zu verbinden, benötigst du ein Gitarrenkabel. Ohne Kabel findet keine Übertragung statt – es kommt also auch kein Ton im Verstärker an. Achte darauf, dass das Kabel nicht zu dünn und gut isoliert ist, sodass keine unerwünschten Geräusche auftreten können. Gitarrenkabel gibt es in verschiedenen Qualitäten, Längen und mit gewinkelten oder geraden Steckern. Welches Kabel du für deinen Verstärker wählen solltest, ist abhängig von deinem Instrument und der vorhandenen Kabelbuchse.
10. Gitarrensaiten
Die Gitarrensaiten sollten regelmäßig gewechselt werden und daher auch immer auf Vorrat vorhanden sein, zumal sie gerade bei der E-Gitarre am Anfang häufiger reißen können. Abhängig von der Musikrichtung und der Spielweise empfehlen sich verschiedene Saitenstärken, weshalb es nicht unüblich ist, im Laufe der Zeit die Saitenstärke zu wechseln. Für klassische Gitarren eignet sich zu Beginn meist ein Satz mit „Medium Tension“ – diese sind auch eine gute Wahl für Einsteiger. Westerngitarren werden häufig bereits mit „Light“-Saiten ausgeliefert, deren Stärke typischerweise zwischen .012 und .053 liegt. Um das Greifen und Bending bei E-Gitarren nicht unnötig zu erschweren, ist für diese Modelle eine Saitenstärke von .009 bis .042 für den Einstieg zu empfehlen. Wer nicht ständig neue Saiten aufziehen möchte, sollte zudem einen Blick auf beschichtete Saiten werfen - diese sind langlebiger und müssen daher seltener gewechselt werden.
Fazit
Wie du siehst, gibt es beim Kauf des passenden Zubehörs für Gitarren einiges zu beachten. Welches Gitarrenzubehör du wirklich benötigst, kommt am Ende auf deine persönlichen Bedürfnisse an. Weiterhin ist es auch immer von der jeweiligen Gitarrenart abhängig, welches Zubehör benötigt wird.
Solltest du dir immer noch unsicher sein, stehen dir unsere Gitarrenexperten von Zoundhouse mit ihrer jahrelangen Erfahrung gerne beratend zur Seite – damit auch du das perfekte Zubehör für deine Gitarre findest. Du erreichst uns telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auch über deinen vor Ort Besuch in unserem Musikhaus in Dresden.
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